Zwei-Wege ALARM2MPager + neues IP-basiertes Alarmierungskonzept


Von Stefan Hauf, CEO UNITRONIC AG

Stefan Hauf UnitronicZuverlässige, mobile Alarmierung erfordert besondere Maßnahmen. Die Grundforderung bei der Alarmierung von Hilfskräften wie z.B. Feuerwehr, Polizei und Ärzten liegt in einer robusten, schnellen und zu jeder Zeit verlässlichen Alarmierung. Bisherige Alarmierungslösungen verwenden private Funknetze der Städte, Kreise und Gemeinden. In Deutschland werden viele dieser Systeme nach wie vor mit analogem Funk betrieben und müssen in naher Zukunft durch neue Technologien ersetzt werden. Eine Rückmeldung vom Alarmempfänger (Pager) zur Leitstelle ist weder bei einer analogen, noch bei einer digitalen POCSAG-Alarmierung möglich. Rückmeldungen sind aber für eine strategische Planung notwendig und liefern neue Leistungsmerkmale.

Bei dem neuen zwei-Wege Alarmierungskonzept werden für die Kommunikation die öffentlichen GSM-Mobilfunknetze genutzt. Diese sind in Deutschland, wenn man alle Provider zusammen betrachtet, flächendeckend und leistungsstark ausgebaut. In dem Alarmempfänger (ALARM2MPager) wird eine national-roamende SIM benutzt. D. h., der Pager kann alle verfügbaren Mobilfunknetze in Deutschland verwenden und zusätzlich im Grenzgebiet die Mobilfunknetze benachbarter Nationen.

Außerdem wird als Rückfallebene eine weitere SIM verbaut. Diese kann bei Ausfällen in der Infrastruktur des primären SIM-Providers auf eine vollständig getrennte Infrastruktur zurückgreifen. Beide SIM kommunizieren über private APN, das heißt abgesicherte eigene Zugangspunkte in die Mobilfunkwelt, mit einem hochredundanten, BSI-zertifizierten Rechenzentrum, in dem alle Kommunikationskanäle zusammen laufen und an das die bestehenden Leitstellen der Kunden angebunden sind. Der Pager ist permanent im GSM-Netz eingebucht und hält eine GPRS -Datenverbindung aufrecht.

Ein patentiertes Protokoll tauscht ständig Telegramme mit der Leitstelle aus. Hierdurch kann jederzeit der Status jedes einzelnen Pagers von der Leitstelle eingesehen werden. Zusätzlich können die Einsatzkräfte aktiv einen Status setzen („verfügbar“, „nicht verfügbar“). Bereits vor der Alarmierung ist so eine Bewertung der zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte möglich.


Die alarmierten Kräfte können nach Erhalt der Alarmierung eine vordefinierte Alarmantwort an die Zentrale absetzen („Komme sofort“, „Bin verhindert“, …). Die Leitstelle kennt so wenige Sekunden nach Auslösen der Alarmierung die am Einsatz teilnehmenden Kräfte. Durch die ständig bestehende GPRS-Verbindung wird ein „Sylvester Effekt“ vermieden, da die Mobilfunkprovider im Netz kommunizierende Geräte nicht entfernen und unterbrechen. Der Pager besitzt ein robustes nach IP54 zertifiziertes Gehäuse mit großem, gut abzulesendem Farbdisplay. Die Signalisierung der Alarmierung erfolgt akustisch über einen Lautsprecher, optisch über blaue Hochleistungs-LED und einen Vibrationsmotor.

Die Verwaltung und Organisation der Pager erfolgt in einer eigens entwickelten Softwarelösung, die Gruppenbildung, Fernwartungsfunktionen und Benutzerverwaltung beinhaltet. Die hier gebildeten Gruppen können über eine Software-Schnittstelle an ein bestehendes Leitstellensystem angebunden und alarmiert werden. Dieses Alarmierungssystem bietet eine hochredundante, echte Zwei-Wege-Kommunikation für eine kostengünstige, zuverlässige und schnelle Alarmierung von Einsatzkräften.

Unitronic

M2M Alliance-JahrbuchM2M Alliance Jahrbuch 13/14
 

 

 

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