Mit M2M Schnee und Eis im Griff


Von Robert Klütsch, Leiter Vertrieb Lösungspartner, Telekom Deutschland

Schnee, Glätte, Eis – damit Auto- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger in Freiburg auch in der kalten Jahreszeit sicher zu ihrem Ziel kommen, ist der Winterdienst der Stadt stets in Bereitschaft. Während die Fahrer ihre Einsätze früher manuell dokumentieren mussten, sind die Erfassung und Auswertung heute dank Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) vollständig automatisiert.

Freiburg_Schneepflug M2MPlötzlicher Schneefall verwandelt Freiburgs Straßen in kurzer Zeit in rutschige, gefährliche Bahnen. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) rückt dann mit Räum- und Streufahrzeugen aus, um die Straßen freizuräumen. Insgesamt 664 Streckenkilometer Straße haben die Fahrer bei jedem Einsatz vor sich. Bisher mussten sie die Einsätze immer manuell in den sogenannten Räum- und Streubüchern festhalten. „Eine zeit- und ortsgenaue Dokumentation ist für uns wichtig, um beispielsweise im Falle eines Rechtstreits Nachweise über die Erfüllung unserer Räum- und Streupflicht zu haben“, erklärt Stefan Prill, Leiter der ASF-Logistik. Allerdings nahm diese detaillierte Dokumentation viel Zeit in Anspruch, es kam zu Dokumentationsfehlern und die Verkehrssicherheit litt.

Seit die ASF, eine Machine-to-Machine (M2M)-Lösung vom Telekom IT-Premium Partner Funkwerk eurotelematik, für die Planung und Dokumentation der Fahrten einsetzt, gehören diese Probleme der Vergangenheit an. „Zunächst haben wir die Lösung mit einer kleinen Kehrmaschine getestet. Schon nach kurzer Zeit waren wir von der einfachen Nutzung und der automatischen Dokumentation so überzeugt, dass wir all unsere 26 Winterdienstfahrzeuge damit ausgestattet haben“, berichtet Prill.

Bordrechner dokumentiert alle Einsätze


Freiburg_GPS StreckenaufzeichnungDoch wie funktioniert die M2M-Lösung im Detail? Funkwerk eurotelematik stattete die Fahrzeuge mit einem Bordrechner aus. Das Gerät ist gerade mal so groß wie drei übereinandergestapelte Standard-CD-Hüllen und verfügt über ein GPS-Modul sowie über eine Mobilfunkeinheit mit integrierter M2M SIM-Karte. Bei der Installation verbinden die Techniker von Funkwerk eurotelematik den Bordrechner mit der Steuerungstechnik des Fahrzeugs. So kann das Gerät nicht nur den aktuellen Standort, sondern beispielsweise auch die Position des Räumschilds und den Status der Streuanlage erfassen. Die gesammelten Informationen werden an einen Server in der ASF Zentrale gesendet. Für die Übertragung der Daten nutzt die Lösung das flächendeckende Mobilfunknetz der Telekom.

Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg sehen die aufbereiteten Daten dann über ein webbasiertes Tool ein. Routen können so besser geplant werden, da nun exakt protokolliert wird, welche Straßenabschnitte bereits von Schnee und Eis befreit wurden. Die Fahrer bekommen die Routen direkt auf ihren Bordcomputer geschickt und können sie über ein Display wie bei einem handelsüblichen Navigationssystem einsehen und sich den Weg weisen lassen. Gerade für neue Fahrer, die noch nicht firm im gesamten Stadtgebiet sind, ist dies praktisch, da ihre Einarbeitungszeit so wesentlich kürzer ist.

Arbeitszeit über Bedieneinheit erfassen
Freiburg_Display M2MGleichzeitig können die Fahrer über die Bedieneinheit des Bordrechners ihre Arbeitszeit und ausgeübte Tätigkeit, wie Schneeräumen oder Salzstreuen in den Stadtgebieten, direkt in das System eintragen. „Durch die automatisierte Leistungserfassung sparen wir jährlich rund 15.000 Euro ein“, berichtet Prill. Neben den Winterdienstfahrzeugen wurden mittlerweile auch die Kehrmaschinen und Straßenreinigungsfahrzeuge mit der M2M-Lösung ausgestattet. Und die nächste Implementierung ist bereits in Planung: Künftig sollen auch die Containerfahrzeuge vernetzt werden.

 

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