M2M: Wenn der Rennbolide funkt


Bei Langstreckenrennen auf dem Nürburgring ist mittlerweile auch M2M im Spiel. Die Trackingbox des Telekom-Premium-Partners GPSoverIP sendet GPS- und Fahrzeugdaten über das Mobilfunknetz an die unternehmenseigenen Rechenzentren. Die Rennleitung, die Teams, die Streckenposten und sogar die Zuschauer können die Daten über eine Racing-App einsehen.

Deutsche Telekom, GPSoverIP, M2MAuf dem Nürburgring bleibt der Porsche 911 während des Rennens auf der Strecke liegen – Getriebeschaden. Die Streckenposten schwenken zwei gelbe Flaggen. Damit die Marshalls beim Bergen des Fahrzeugs kein unnötiges Risiko eingehen, dürfen die Fahrer die Gefahrenzone nur mit maximal 60 Stundenkilometer passieren. Ob sich die Fahrer an die Geschwindigkeit hielten, entschied früher das Augenmaß der Streckenposten. Der Deutsche Motorsportbund (DMSB) und die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) suchten deshalb einen Weg die Geschwindigkeit der Rennboliden auf der gesamten Strecke zu kontrollieren.

Trackingbox erfasst Ortungs- und Fahrzeugdaten
Fündig wurden sie beim Telekom-Premium-Partner GPSoverIP. Der Spezialist für Ortungslösungen entwickelte eine M2M-Lösung, die die Position und Geschwindigkeit der Fahrzeuge erfasst und Verstöße umgehend an Rennleitung und Rennstall meldet. Möglich macht das eine etwa zigarettenschachtelgroße Box. Darin befinden sich unter anderem ein Funkmodul mit M2M-SIM-Chip und ein GPS-Empfänger. „Wir haben den SIM-Chip fest auf der Platine verlötet. So hält er auch Erschütterungen während der Fahrt stand“, erklärt Andre Jurleit, Geschäftsführer von GPSoverIP. Über ein CAN-Modul erfasst die Trackingbox Fahrzeugdaten, wie beispielsweise die Öltemperatur oder den Kraftstoffdruck. Die Mobilfunkeinheit sendet die Informationen anschließend mithilfe von zwei Dachantennen über das Mobilfunknetz der Telekom an die Server von GPSoverIP.

Deutsche Telekom, GPSoverIP, M2MDie aufbereiteten Daten stellt GPSoverIP über ein Webportal und eine eigene Racing App zur Verfügung. Die App bietet der Rennleitung, den Teams, den Streckenposten und den Zuschauern unterschiedliche Funktionen. Die Rennleitung kann beispielsweise mit einem Klick Gelbphasen für bestimmte Streckenabschnitte aktivieren und bei Verstößen ein automatisch erstelltes Protokoll an die Rennställe schicken. Die Teams können die GPS-Position und die Fahrzeugdaten einsehen und damit Boxenstopps und den gesamten Rennverlauf besser planen. Bisher mussten die Rennställe dafür noch mit einer Stoppuhr kontrollieren, wie lange ihre Fahrzeuge unterwegs sind und abschätzen, wann die Fahrer einen Boxenstopp einlegen müssen. Die Streckenposten und Zuschauer sehen mithilfe der App, in welchen Bereichen der Strecke gerade Fahrzeuge unterwegs sind. So können die Streckenposten Fahrzeugteile auch während eines Rennens gefahrlos von der Strecke entfernen. Und die Zuschauer behalten den Rennverlauf auch in anderen Streckenabschnitten im Blick.


Zuverlässige Datenübertragung via Mobilfunk
Die stark bewaldeten Streckenabschnitte stellen für die Übertragung der Positionsdaten eine Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat sich GPSoverIP für das sichere und zuverlässige Mobilfunknetz der Telekom entschieden. Die Telekom hat ihren Premium-Partner zudem bei der Entwicklung der M2M-Lösung unterstützt, um technische Feinheiten abzustimmen.

 

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